Die geschichte von Serraiola Alta
Zwei Freunde, Gaetano, ein Sizilianer und Bauunternehmer aus San Vincenzo, und Walter, ein Toskana stämmiger Immobilienmakler aus Venturina, beschlossen vor einigen Jahren, gemeinsam etwas zu erwerben.
Sie hörten von einer Versteigerung in Monterotondo – und kehrten eines Tages nach Hause zurück, nachdem sie einen Wald gekauft hatten.
Einst, im 18. Jahrhundert, gehörte dieses Anwesen einer wohlhabenden Familie. Das gesamte Gebiet erstreckte sich von Massa Marittima bis Monterotondo. Die damaligen Erben jedoch vergeudeten das prachtvolle Erbe mit Spiel und Ausschweifungen. Schließlich fiel das Gut an den Staat zurück und wurde Hektar für Hektar parzelliert und verkauft.
Als die beiden Freunde Serraiola Alta zum ersten Mal erreichten, mussten sie sich ihren Weg durch eine völlig überwucherte, wilde Natur bahnen – es wirkte wie in einem Dornröschenmärchen. Irgendwo sollte es auch ein altes Haus geben, doch beim ersten Besuch fanden sie es nicht.
Beim zweiten Versuch, bei Sonnenuntergang, sahen sie plötzlich etwas aufblitzen: Es war das letzte Fenster eines eingestürzten Hauses. Bäume hatten in den Innenräumen Wurzeln geschlagen. Seit über fünfzig Jahren war hier alles in einen tiefen Schlaf versunken.
Genehmigungen, Baupläne, Architekten und Bauspezialisten mussten organisiert werden, um das Landhaus im authentischen toskanischen Stil wieder zum Leben zu erwecken.
So entstanden 13 Ferienwohnungen, die allen modernen Anforderungen entsprechen. Dank der großen Unterstützung vieler Familienmitglieder – insbesondere Gaetanos Neffen Renato – konnte der Wiederaufbau innerhalb nur eines Jahres abgeschlossen werden.
Im Jahr 2002 öffnete Serraiola Alta erstmals seine Türen für den Tourismus, geführt von Walters Söhnen Paolo und Giacomo, die das Anwesen mit großer Hingabe leiteten.
Heute liegt die Leitung von Serraiola Alta seit über zehn Jahren in den Händen von Gaetanos Tochter Jennifer und ihrem Lebensgefährten Iacopo. Beide haben Architektur in Florenz studiert und sich bewusst für ein Leben und Arbeiten in der Natur entschieden. Sie lieben es, Gäste aus aller Welt willkommen zu heißen und Serraiola Alta als Ort der Ruhe, Inspiration und Begegnung zu bewahren.
Mit Freude laden sie ihre Gäste ein, diesen besonderen Ort zu erleben – bei botanischen Spaziergängen, beim Lesen, Schreiben oder einfach beim Entspannen inmitten der Natur.
Bericht von Gisèle Reisser
(Iacopos Mutter – Dolmetscherin und Künstlerin)